Tinnitus:

Ein hohes Piepen, Pfeifen und Rauschen im Ohr – die Art der störenden Dauergeräusche (Tinnitus) sind vielfältig und erlauben betroffenen Personen kein „Abschalten“ mehr. Wollen sie zur Ruhe kommen, geht der Terror im Kopf weiter. So findet die dauerhafte Überreizung durch die Umwelt im Menschen ihre Fortsetzung. Aber Dauerbeschallung und Lärm sind nur zwei der Ursachen, durch die ein Tinnitus ausgelöst werden kann. Es gibt ihn auch als psychische Reaktion, bspw. hervorgerufen durch Stress. Tinnitus stellt, bildlich gesprochen, eine Art akustisches Warnsignal gegen eine dauerhafte Überforderung dar.  

 

Wie hilft das Tomatis-Horchtraining?

Es ist vor allem die Entspannungstechnik in der akustischen Verarbeitung, die einen positiven Einfluss auf den Tinnitus ausübt. Während des Horchtrainings folgt ein ständiger Wechsel des Angebots zwischen hohen und tiefen Tönen. Das bedeutet einerseits eine Energetisierung des Gehirns durch hohe Töne, anderseits eine Stimulierung der Motorik durch die tiefen Frequenzen. Entspannung und Dynamisierung wechseln sich also ab. Der Mensch lernt dabei, sich besser zu entspannen, die Tinnitusgeräusche zu ignorieren und nicht mehr aktiv auf sie hinzuhören.
Erfahrungsgemäß profitieren fast alle Tinnituspatienten von dem Horchtraining, allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. Die Bandbreite erstreckt sich von einer leichten Linderung der Symptome über das zeitweise oder sogar komplette Verschwinden des Tinnitus.